Am 28. April 2026 trafen sich Verantwortliche der MEWA, des Wasserzweckverbandes Malchin/Stavenhagen (WZV), der Vipperow Agrar GmbH, des Amtes Röbel-Müritz sowie der Gemeinden Buchholz und Priborn zu einem Landschaftsspaziergang. Thema der Veranstaltung war der Grundwasserschutz bei der Erweiterung der Biogasanlage in Priborn. Federführend organisiert wurde die Veranstaltung durch den WZV.
Unser Grundwasser stammt aus dem Gebiet Spitzkuhn-Bollewick. Von dort fließt es im Untergrund durch unsere Region, bis es schließlich im Wasserwerk Priborn gefördert wird.
Im Rahmen des Spaziergangs wurde zunächst die Biogasanlage besichtigt. Vor Ort konnten wir uns davon überzeugen, dass alle vorgeschriebenen Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers umgesetzt werden, um ein Einsickern von Schadstoffen zu verhindern. Die Kontrolle erfolgt unter anderem durch spezielle Probenahmebrunnen.
Anschließend führte der Weg zur Kläranlage. Auch hier konnten wir feststellen, dass die Anlage den heutigen Anforderungen entspricht und ordnungsgemäß arbeitet. Das in die Elde eingeleitete Wasser ist nach Aussage der Fachleute sogar sauberer als das Wasser des Flusses selbst.
Unser Trinkwasser wird aus drei Brunnen gefördert und im Wasserwerk aufbereitet, bevor es in das Trinkwassernetz von Priborn und Buchholz eingespeist wird. Es entspricht vollständig den Anforderungen der Trinkwasserverordnung und weist mit einer Wasserhärte von über 3 einen hohen Härtegrad auf.
Fazit
Wir können uns glücklich schätzen, über ausgezeichnetes Trinkwasser zu verfügen. Jeder im Dorf sollte dazu beitragen, dass dies auch künftig so bleibt:
Kein Autowaschen im Freien
Keine Einleitung von Stoffen in den Boden, die dort nicht hingehören
Verantwortungsbewusster Umgang mit unserer Umwelt und unseren Wasserressourcen
Ein weiteres Thema: Die Burgunderblutalge
Im Zusammenhang mit dem Landschaftsspaziergang wurden Fragen zu einem ernsten Problem gestellt:
Seit dem Winter gelangt über die Elde in Priborn und besonders in Buchholz in großem Umfang die sogenannte Burgunderblutalge in den Müritzarm. Genau genommen handelt es sich dabei nicht um eine Alge, sondern um fädige Cyanobakterien. Sie färben das Wasser auffällig rotbraun und bilden sogenannte Microcystine, die für Menschen und Tiere giftig sein können.
Bereits am 5. Februar berichtete der NDR über das Thema, der Nordkurier folgte am 20. April. Vom Baden sowie vom Verzehr von Fischen aus den betroffenen Gewässern wird dringend abgeraten.
Nach Angaben von Fachleuten kommen die Bakterien natürlichen Ursprungs vor und gelten in geringen Mengen als weitgehend unbedenklich. Mit steigenden Temperaturen sollten sie nach Einschätzung des Landkreises in tiefere Wasserschichten absinken. Bislang ist davon jedoch nur wenig zu bemerken, da weiterhin belastetes Wasser über die Elde zufließt.
Beim Bürgerdialog am 5. Mai in Röbel sprachen wir Gesundheitsministerin Stefanie Drese auf dieses Problem an. Sie teilte mit, dass bis zum 20. Mai sämtliche Badegewässer überprüft werden sollten.
Auf der aktuellen Badewasserkarte des Gesundheitsministeriums wird dem Badestrand Priborn weiterhin eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Dies wirft jedoch die Frage auf:
Was genau wurde dort geprüft?
Diese Frage beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger weiterhin und zeigt, wie wichtig eine transparente Information über die Qualität unserer Gewässer ist.